Pädagogische Konzeption

Pädagogische Konzeption

Unsere pädagogische Konzeption

Unsere Konzeption und die darin beschriebene Weiterentwicklung unseres Qualitätsmanagements finden Sie über nachführenden Link zum Abruf:

1 Inhaltsverzeichnis

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2 Vorwort des Trägers 

Liebe Eltern, liebe Leserinnen und Leser, 

eine Kindertagesstätte ist weit mehr als ein Ort der Betreuung - sie ist ein Raum des Wachsens, des Entdeckens und der Geborgenheit. In der Kindertagesstätte Tabaluga le­gen wir großen Wert darauf, dass sich jedes Kind in einer wertschätzenden, fördernden und liebevollen Umgebung entfalten kann. 

Diese Konzeption gibt Ihnen einen Einblick in unsere pädagogischen Leitlinien, unsere Werte und die tägliche Arbeit unseres engagierten Teams. Sie soll Ihnen Orientierung bie­ten und verdeutlichen, welchen hohen Stellenwert die frühkindliche Bildung und Erziehung in unseren Gemeinden hat. 

Als Ortsgemeinde Pölich tragen wir die Verantwortung als Träger der Einrichtung und set­zen uns dafür ein, das Team in seiner wertvollen Arbeit zu unterstützen und die bestmögli­chen Rahmenbedingungen für unsere Kinder zu schaffen. Gleichzeitig freuen wir uns über die enge Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde Schleich, deren Kinder im Rahmen der Bedarfsplanung des Landkreises in unserer Kita betreut werden und ebenfalls Teil unserer Gemeinschaft sind. 

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern. Erzieherinnen und Erziehern so­wie dem Träger bildet das Fundament, auf dem wir gemeinsam die Zukunft unserer Jüngsten gestalten. Gemeinsam mit meinem Ortsbürgermeisterkollegen Dr. Wolfgang Löslein danke ich allen, die mit ihrem Engagement und Herzblut dazu beitragen, dass die Kindertagesstätte Tabaluga ein besonderer Ort des Lernens und Lebens ist. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass jedes Kind hier eine glückliche und bereichernde Zeit erlebt. 

Herzliche Grüße 

Wolfgang Eid 

Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Pölich, Träger der Kindertagesstätte 

Dr. Wolfgang Löslein 

Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Schleich 

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3 Vorwort der Einrichtung

Liebe Eltern, liebe Interessierte,

 mit unserer Konzeption geben wir Ihnen einen Einblick in die Praxis unserer pädagogischen Arbeit ermöglichen.

Hierzu möchten wir Ihnen unsere pädagogische Arbeit nachvollziehbar, verständlich und transparent machen.

Wir hoffen, Ihnen damit näher zu bringen, wofür wir stehen und wer wir sind.

 Unsere pädagogische Arbeit richtet sich stets nach den Bedürfnissen und der Entwicklung jedes Kindes, denn die Kinder sind der Mittelpunkt unserer Arbeit.

Dementsprechend ist es unser Auftrag, die Kinder in ihrer Entwicklung individuell zu begleiten, zu unterstützen und zu fördern.

Jedes Kind ist anders, aber genau diese Verschiedenheiten und bunte Vielfalt macht unsere Arbeit so vielschichtig und abwechslungsreich.

Deshalb haben wir auch folgendes Zitat gewählt, welches auch auf dem Deckblatt unserer Konzeption zu sehen ist, um unsere Haltung bezüglich unseres Bildungsauftrages für Sie noch einmal visuell darzustellen:

"Einzeln sind wir einzigartig und wunderschön, zusammen sind wir ein Kunstwerk"

(Unbekannt)

Unser übergeordnetes Ziel ist es, lebensfrohe, selbstbewusste und eigenständige Kinder heranwachsen zu sehen.

Dies möchten wir in unserem vertrauensvollen Team mit viel Engagement und Herzblut erreichen.

 Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer Konzeption!

 Das Team der Kindertagesstätte Tabaluga

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4 Unsere Leitbilder

Leitbilder bilden den Maßstab und das Fundament unserer pädagogischen Arbeit und dienen zeitgleich als Orientierung.

Wir ...

  •   lernen voneinander und sind füreinander da, denn gemeinsam sind wir stark. 
  • entwickeln uns weiter, weil wir Veränderungen positiv sehen.
  • sehen eine bunte Vielfalt und Verschiedenheiten als Bereicherung an und setzen uns dafür ein, Vielfalt zu leben.
  • bieten den Kindern eine liebevolle Umgebung und einen sicheren, beschützenden Ort zum Spielen, Lernen, Erleben und wachsen.
  • orientieren uns an der Entwicklung und den Bedürfnissen der einzelnen Kinder.
  • unterstützen die Kinder darin, selbstständige, selbstbewusste, vorurteilsbewusste und verantwortungsvolle Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft zu werden.
  • sehen uns als Vorbilder für die Kinder.
  • fördern und unterstützen die Kinder in der Bildung der eigenen Identität und achten diese.
  • bringen den Kindern gegenseitiges Verständnis und Respekt für die Einzigartigkeit der Menschen bei.
  • vermitteln soziale Werte und bringen den Kindern Verhaltensweisen und Regeln für ein gelingendes Zusammenleben mit anderen Menschen bei.
  • fördern Impulse und begleiten und unterstützen Kinder in ihren Lernprozessen in den unterschiedlichen Entwicklungsbereichen.
  • schaffen eine vertrauensvolle Beziehung zu Eltern und Kindern.
  • nehmen uns füreinander Zeit.
  • nehmen einander ernst und interessieren uns für die Ideen und Anliegen unserer Gegenüber.
  • begegnen allen Menschen mit Offenheit und beziehen ihre Vorschläge in unsere Entscheidungen ein.


Aus den obigen Ausführungen ergibt sich der Leitsatz unserer Einrichtung:

 Vom Spatzen zum Adler - miteinander wachsen.

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5 Unsere pädagogische Arbeit

5.1 Ziele

5.1.1 Förderung der Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit

Um die Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit der Kinder zu fördern, ermutigen wir sie darin, sich selbst auszuprobieren, d.h. wir ermutigen sie dazu, selbst aktiv zu werden, neue Sachen zu probieren, zu forschen bzw. zu experimentieren und sich neue Fähigkeiten und Fertigkeiten anzueignen. Außerdem fördern wir ihre Eigenständigkeit auch damit, dass wir den Kindern die Möglichkeit geben, eigenständig über Materialien zum Spielen, Malen, Bas-teln, Forschen und Experimentieren zu verfügen. Zudem ermutigen wir sie auch beim Früh-stück, Mittagessen und Snack zur Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit.

5.1.2 Förderung von Kompetenzen

Im Laufe der Kindertagesstätten Zeit erwerben die Kinder verschiedene Kompetenzen. Eine sehr wichtige Kompetenz ist die Motorik. Durch Bewegung erobert das Kind seine Umwelt. Es gewinnt kognitive und soziale Erfahrungen und drückt sich dadurch aus. Die Kinder gewinnen an Geschicklichkeit und Sicherheit. Da Bewegung sehr wichtig ist, nimmt sie einen wichtigen Teil im Tagesablauf ein. Die Kinder sind daher regelmäßig in der Turnhalle oder auf dem Außengelände. Dabei können sie beispielsweise Aktivitäten wie Klettern und Balancieren erlernen. Zudem wird ihrem Bewegungsdrang auch bei ruhigeren Angeboten, wie Weben, Malen, Steckbildern, Bügelperlen und Prickeln, Rechnung getragen.

Eine weitere Kompetenz ist die Sprache. Wir sehen uns als Sprachvorbild. Im Dialog mit den Kindern hören wir aktiv zu, d.h. wir spiegeln Gesagtes wider, stellen weitere Fragen und ermutigen so die Kinder zur Kommunikation. Ebenso sind Bücher immer griffbereit und es wird den Kindern regelmäßig vorgelesen und Bilderbuchbetrachtungen durchgeführt.

Des Weiteren fördern wir die kognitive Kompetenz. Lernen im frühen Kindesalter ist in erster Linie Lernen durch Wahrnehmung. Wahrnehmen ist ein Verarbeitungsprozess und erfolgt über die Fernsinne Augen, Ohren und Nase, die Körperwahrnehmung wie Körpergrenzen, Temperatur und Feuchtigkeit und die emotionale Wahrnehmung wie Wut, Angst, Liebe und Trauer.

In unserer Kindertagesstätte ist die Nutzung von gestalterischen Mitteln wie Zeichnen, Ma-len und Musik sehr wichtig. Daher gibt es in jeder Gruppe einen Kreativbereich zum Basteln, um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Im täglichen Morgenkreis haben die Kinder die Möglichkeit, sich durch Musik und Tanz auszudrücken.

5.1.3     Vermittlung von Werten und Wissen

Im Alltag kommen bei den Kindern beispielsweise beim Spielen oder Essen viele Fragen auf. Diesen Fragen gehen wir gemeinsam auf den Grund oder suchen zusammen nach Lösungen. Jeden Tag wird bewusst, sowie unbewusst Neues gelernt. Wir ermöglichen den Kindern aber auch gezielt, neues Wissen durch verschiedene Projekte und Aktionen zu er-langen. Zudem achten wir darauf, den Kindern beispielsweise Gesprächsregeln, sowie Tischregeln vorzuleben und zu vermitteln.

5.1.4     Stärkung des Wirgefühls (Solidarität, Gemeinschaftsgefühl, Verbundenheit)

In unserer Kindertagesstätte leben wir in einer Gemeinschaft. Dadurch lernen die Kinder schon früh, Teil einer Gruppe zu sein und Werte wie Solidarität und Verbundenheit kennen. Zur Stärkung dieses Wirgefühls tragen gegenseitige Rücksichtnahme, Verständnis und ein respektvoller Umgang miteinander bei. Hierbei lernen sowohl die Großen von den Kleinen als auch die Kleinen von den Großen.

5.2      Schwerpunkte und Formen der pädagogischen Arbeit

In unserem täglichen Tun und Handeln arbeiten wir nach dem situationsorientierten Ansatz, welcher sich an den Lebenssituationen und Lebenserfahrungen der Kinder orientiert. Im Folgenden werden Ihnen nun unsere Schwerpunkte und Formen unserer pädagogischen Arbeit im Einzelnen erläutert.

5.2.1     Gesetzliche Grundlagen

Die gesetzlichen Grundlagen für unsere Kindertagesstätte finden Sie im SGB VIII Kinder - und Jugendhilfegesetz, im KiTaG RLP und in den Bildungs- und Erziehungsempfehlungen RLP.

5.2.2     Auftrag der Einrichtung

Jeder junge Mensch hat nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Die Kindertagesstätte hat die Aufgabe, die Erziehung - und Bildungsarbeit der Familie zu unterstützen und zu ergänzen. Grundlage hierfür ist§ 22„Grundsätze der Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen" des SGB VIII.

5.2.3     Wahrnehmung des Schutzauftrages

Aus dem geschlossenen Betreuungsvertrag heraus ergibt sich für die pädagogischen Fachkräfte und den Träger ein Schutzauftrag für die zu betreuenden Kinder ihrer Einrichtung. Demnach müssen sie das Kindeswohl nach § 8a SGB VIII sicherstellen. Werden Anhalts-punkte für eine Kindeswohlgefährdung eines von ihnen zu betreuenden Kindes bekannt, so muss eine Gefährdungseinschätzung vorgenommen und Beobachtungen dokumentiert werden. Jede Einrichtung folgt hierzu einem mit dem Kreisjugendamt abgestimmten Ablaufschema für den Fall, dass Anzeichen einer möglichen Kindeswohlgefährdung vorliegen.

5.2.4    Partizipation und Kinderkonferenz

In der UN - Kinderrechtskonvention ist die Teilhabe von Kindern an Entscheidungen verankert. Dies bedeutet, dass Kinder in der Kita lernen, ihre Wünsche, Bedürfnisse und Ideen frei zu äußern. Sie werden an Entscheidungen beteiligt und lernen dadurch schon früh das Grundprinzip der Demokratie kennen. Mitbestimmung stärkt bei den Kindern das Selbstbewusstsein, denn das, was sie sagen, oder Kritik, die sie äußern, wird ernst genommen und gemeinsam mit ihnen erarbeitet bzw. bearbeitet. Sie lernen verschiedene Möglichkeiten der Konfliktbewältigung kennen und probieren diese gemeinsam aus.

Ein pädagogisches Instrument zur Umsetzung der Partizipation in unserem Kitaalltag sind Kinderkonferenzen. Diese dienen dazu, den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich aktiv in den pädagogischen Alltag einzubringen und sich damit auch aktiv an Entscheidung - und Gestaltungsprozessen zu beteiligen. Hierzu bekommt jedes Kind die Möglichkeit, seine Meinung, Vorschläge, Anregungen, Wünsche und Anliegen frei zu äußern. Das pädagogische Fachpersonal achtet dabei darauf, dass unsere Gesprächsregeln eingehalten werden.

Diese lauten: 

  1. Jedes Kind wird angehört und bekommt von allen anwesenden Personen die ungeteilte Aufmerksamkeit.
  2. Kein Kind wird dazu gezwungen sich zu äußern, es gilt das Prinzip der Freiwilligkeit.
  3. Jedes Kind darf sprechen, ohne unterbrochen zu werden.
  4. Kein Kind wird ausgelacht oder sich über den Beitrag des Kindes lächerlich gemacht.
  5. Wir gehen respektvoll miteinander um.


Danach wird sich über die Beiträge der Kinder gemeinsam beraten und reflektiert. Schließlich wird gemeinsam nach Lösungen gesucht oder eine gemeinsame, demokratische Entscheidung getroffen.

5.2.5    Kinderrechte

Jeder Mensch hat Rechte, so haben auch Kinder Rechte. Diese sind in der UN - Kinderrechtskonvention niedergeschrieben und lassen sich grob in vier Kategorien einteilen:

  1. Recht auf Schutz; d.h. Kinder haben das Recht auf gewaltfreie Erziehung und das Recht auf Schutz vor Misshandlung und Verwahrlosung.
  2. Recht auf Bildung; d.h. Kinder haben das Recht zu lernen und sich zu entwickeln.
  3. Recht auf Partizipation; d.h. Kinder haben das Recht sich zu informieren, ihre Meinung frei zu äußern und mitzubestimmen.
  4. Recht auf Gesundheit; d.h. Kinder haben das Recht auf gute Behandlung, Hilfe und Medizin bei Krankheit und nicht benachteiligt zu werden.


Es ist unsere Aufgabe, diese Rechte zu achten und zu fördern. Dies tun wir unteranderem, indem wir die Kinder frühzeitig über ihre Rechte aufklären und ihnen vermitteln bzw. erklären, welche Bedeutung diese Rechte haben. Darüber hinaus leben wir diese Rechte aktiv, beispielsweise mithilfe von Kinderkonferenzen als Form der Partizipation, in unserem Kitall-tag aus. Die Meinungen und Ansichten der Kinder werden dabei gehört, ihre Bedürfnisse respektiert und ihre individuellen Fähigkeiten gefördert.

5.2.6    Inklusion

Inklusion bedeutet, dass unsere Kita allen Kindern gleichermaßen, unabhängig davon, ob sie körperlich, psychisch oder geistig beeinträchtig sind, ob sie hochbegabt sind, ob sie einer anderen Kultur oder Religion angehören oder sonstige Besonderheiten aufweisen, offen-steht. Es ist normal, verschieden zu sein. Jedes Kind hat das Recht, unabhängig von seinen individuellen Stärken und Schwächen in der Gruppe zu leben und zu lernen. Dies lehren und leben wir in unserer Kita.

5.2.7    Beobachtung und Dokumentation

Beobachtung und Dokumentation sind wesentliche Elemente der pädagogischen Arbeit in unserer Kita und bilden die Basis für unser pädagogisches Handeln. Beobachtung ist ein strukturierter und zielorientierter Wahrnehmungsprozess, durch den pädagogische Fachkräfte gezielt und reflektiert feststellen können, wie sich die Kinder entwickeln, was sie tun und womit sie sich beschäftigten. Dieser Beobachtungsprozess ermöglicht es der pädagogischen Fachkraft, Kenntnisse über die jetzige Entwicklungsphase des Kindes zu erlangen, wodurch es ihr möglich ist, individuelle, auf das Kind abgestimmte Angebote und Förderungsmöglichkeiten anzubieten. Unsere Beobachtungen schreiben wir dann in einem Beobachtungsbogen auf. Diese Beobachtungsbögen werden von den pädagogischen Fachkräften zusammengetragen, womit wir die Kinder aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten, d.h. jede pädagogische Fachkraft beobachtet bei den Kindern evtl. etwas anderes, so-dass wir einen umfassenden objektiven Gesamteindruck von dem Kind bekommen können. Einmal jährlich, um den Geburtstag des Kindes, werden unsere Beobachtungen mit den Eltern besprochen und abgestimmt, um evtl. über weitere Förder - und Unterstützungsmaßnahmen zu beraten.

5.2.8    Portfolio

Das Portfolio des Kindes wird von Beginn der Kita-Zeit bis zum Ausscheiden aus der Kita geführt. Hierin befinden sich Bilder und Berichte von der Eingewöhnung, Bilder und Lerngeschichten von Spielsituationen und Selbstgemaltes und Selbstgebasteltes vom Kind. Es werden Themen und Beiträge der Kinder von Kindern und Fachkräften ausgewählt, gestaltet und kommentiert. Zudem werden die Stärken, Interessen und Lernwege des Kindes festgehalten. Das Portfolio ist Eigentum des Kindes. Aufgrund dessen hat allein das Kind die Entscheidung darüber, was in das Portfolio kommt und wer es sehen darf. Außerdem ist das Portfolio jederzeit für das Kind in greifbarer und unmittelbarer Nähe.

5.2.9    Projekte

Projekte in unserer Kita können auf verschiedene Arten entstehen. Zum einen kann eine Fachkraft ein Thema für ein Projekt vorschlagen, zum anderen können die Interessen der Kinder oder auch konkrete Alltagssituationen zu einer Projektidee führen. Gemeinsam mit den Kindern wird dann die Entscheidung über ein Projektthema und dessen Inhalt getroffen. Die Fachkräfte organisieren zu Beginn des Projekts alles Notwendige und orientieren sich dabei immer an den Interessen der Kinder. Bei der Durchführung fungiert die Fachkraft als Begleiter und die Kinder als Akteure. Die Kinder dürfen jederzeit mitentscheiden, wie sich das Projekt entwickelt. Zum Abschluss wird das Projekt dann zur Veranschaulichung dargestellt und unter anderem auch im Portfolio dokumentiert. Letztendlich kann durch die gemeinsame Reflexion von Kindern und Fachkräften das Projekt beurteilt werden.

5.2.10 Freispiel

,,Alles, was wir die Kinder lehren, können sie nicht mehr selbst entdecken und damit wirklich lernen" (Piaget)

 Im Freispiel erlebt das Kind einen selbst zu bestimmenden Freiraum. Das Kind darf selbst entscheiden, mit wem, womit und wie lange es spielen möchte. Im Spiel kann das Kind Erlebnisse und Begebenheiten, die es bewegt, nacherleben und verarbeiten. Wir verstehen unsere Aufgabe während des Freispiels als begleitend und unterstützend, aber auch beobachtend. Während diesem Beobachtungsprozess kann die Fachkraft vielerlei Erkenntnisse über das Kind und dessen Entwicklungsstandgewinnen und so Angebote und Material individuell den Bedürfnissen des Kindes anpassen.

5.2.11  Bildungsbereiche

Forschen/ Experimentieren

Jedes Kind ist von Natur aus vorwitzig. Es hat Spaß daran, neue Dinge zu entdecken, zu erlernen und zu untersuchen. Diesen natürlichen Drang nutzen wir, in dem wir den Kindern die Möglichkeit geben, Dinge auszuprobieren und ihnen Hilfestellungen und Anregungen zum Erforschen bzw. Experimentieren geben. Vertieft bzw. intensiviert wird dieser Drang im letzten Kita-Jahr. Hier werden mit den Kindern gezielt Experimente durchgeführt und Dinge erforscht. Die pädagogischen Fachkräfte orientieren sich hierbei an dem Projekt "Forschen mit Fred".

Natur

Die Natur zu beobachten und sich in der Natur aufzuhalten ist für uns und die Kinder sehr wichtig. Auf dem Balkon, angrenzend an die Adlergruppe, pflanzen die Kinder mit den pädagogischen Fachkräften Kräuter und Erdbeeren an, welche auch für unsere Mahlzeiten verwendet werden. Dort können wir auch zusammen bei schlechtem Wetter beobachten, wie die Pflanzen wachsen und gedeihen. Zudem wird das Hochbeet auf unserem Außengelände gemeinsam bepflanzt und gepflegt und das Insektenhotel lädt die Kinder zum Beobachten ein. Außerdem besteht die Möglichkeit, das Tipidorf, oberhalb von Pölich, zu besuchen, um dort die Natur im Wald hautnah zu erleben.

Freies Malen/ Basteln: 

In jeder der beiden Gruppen haben die Kinder die Möglichkeit, sich kreativ auszuleben, d.h. in jeder Gruppe stehen den Kindern Materialien und verschiedene Farben zur Verfügung, die sie nach Absprache frei nutzen können. So entwickeln die Kinder vielfältige Fertigkeiten und können ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Bewegung: 

Bewegung ist ein Grundbedürfnis von Kindern und ist deshalb von großer Bedeutung für die gesamte Kindesentwicklung. In unserer Kita haben die Kinder jederzeit die Möglichkeit, die Turnhalle zum Rennen, Springen, Klettern und Bauen alleine unter Aufsicht zu nutzen. Es finden aber auch Bewegungsangebote geleitet von einer pädagogischen Fachkraft statt. Die Kinder tanzen auch gerne zu unterschiedlichen Liedern oder kleine Tänze werden gemeinsam eingeübt. In den Morgenkreisen werden Bewegungsspiele gemeinsam durchgeführt. Die Bewegung auf dem Außengelände mit ihren unterschiedlichen Möglichkeiten ist für die Kinder auch ein großer Anreiz, sich auszuprobieren bzw. neue Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erlernen.

Bauen/ Konstruieren: 

Schon kleine Kinder haben Freude daran, Türme umzustoßen. Die Fähigkeit, sie selbst aufzubauen, entwickelt sich jedoch erst später. Wir bieten den Kindern unterschiedliche Materialien zum Bauen und Konstruieren an, damit diese vielfältige Erfahrungen machen können und ihrer Fantasie und ihrem Explorationsbedürfnis (Erforschen, Untersuchen, Erkunden) freien Lauf lassen können.

Rollenspiel/ Interaktion:

Kinder schlüpfen gerne in verschiedene Rollen. In unserer Kindertagesstätte haben die Kinder die Möglichkeit, in unserem Rollenspielbereich bzw. in unseren Puppenwohnungen verschiedene Rollen auszuprobieren und ihrer Fantasie freien Raum zu lassen. Diese Rollenspiele beschränken sich aber nicht nur auf diesen Bereich, sondern können auch in andere Spielbereiche mitgenommen werden, d.h., auch auf dem Bauteppich schlüpfen die Kinder in die Rolle des Raumfahrers oder im Bistro können, außerhalb der Essenszeiten, Rollenspiele mit Tieren oder ähnlichem gespielt werden. Der Fantasie der Kinder sind keine Grenzen gesetzt.

Sprache/ Kommunikation:

Sprache ist das zentrale Mittel, um Beziehungen zu Menschen und Beziehungen zur Umwelt aufzubauen und diese dadurch zu verstehen. Von vertrauten Personen wird Sprache von Geburt an erworben und über Sprache entwickelt das Kind seine Persönlichkeit. Die Sprachförderung in der Kindertagesstätte beginnt bereits beim Eintritt des Kindes in die Einrichtung. Sie wird als zentrale und dauerhafte Aufgabe während der Kindertagesstättenzeit verstanden. Die alltägliche Sprachförderung kann gegebenen-falls durch spezielle Sprachförderangebote durch unsere Sprachbeauftragte ergänzt und vertieft werden.

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6 Unsere Rahmenbedingungen

6.1. Einrichtung

Unsere Kindertagesstätte ist eine zweigruppige Einrichtung, welche sich seit 1973 im Gebäude der ehemaligen Dorfschule von Pölich befindet. Sie liegt in kommunaler Trägerschaft der Ortsgemeinde Pölich, die von der Verbandsgemeinde Schweich verwaltet wird.

Der Einzugsbereich der Kita umfasst die Orte Pölich und Schleich. Beide Orte liegen direkt an der B53. In unmittelbarer Nähe befinden sich neben der Mosel auch mehrere Wein-berge und eine tolle Naturkulisse, welche die Möglichkeit für kleine Spaziergänge oder auch Wanderungen für die Kindertagesstätte bietet. Unsere Einrichtung bietet insgesamt Platz für 30 Kinder und bildet zwei Gruppenstrukturen in Form von einer Regelgruppe und einer Nestgruppe. Die Regelgruppe befindet sich im Erdgeschoss der Kindertagesstätte. An die Regelgruppe grenzen die Küche, das Bistro und eine großzügige Turnhalle an. Die Turnhalle ist mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Materialen, beispielsweise Matten, Rollbretter, Schaumstoffklötzen, einer Langbank und zwei Kletterwänden, ausgestattet und bietet den Kindern einen Raum, um ihren natürlichen Bewegungsdrang zu stillen. Im Obergeschoss befindet sich die Nestgruppe. Beide Gruppenräume zeichnen sich durch die Aufteilung in verschiedene Funktions-bzw. Spielbereiche aus. Jeder Gruppenraum verfügt demnach über eine Kreativecke, eine Lese-/Ruheecke, eine Bauecke und eine Rollen-spielecke bzw. Puppenwohnung. In der Kreativecke befinden sich verschiedene Farben, Stifte und andere Materialien, wie bspw. Scheren, Kleber und Knete, welche den Kindern zum Malen, Basteln und Gestalten jederzeit zur Verfügung stehen. Die Lese- und Ruhe-ecke verfügt über eine Auswahl an Büchern, Kamishibai und Tonie Figuren für die Tonie Box. Sie bietet den Kindern die Möglichkeit, dort entspannt und in Ruhe zu verweilen. In der Bauecke befinden sich verschiedene Bau und Konstruktionsmaterialen, wie Dupla-und Holzbausteine, Magnete, Schleichtiere, Fahrzeuge und Naturmaterialien, wie Korken. Unsere Rollenspielecke bzw. Puppenwohnung zeichnet sich durch eine Kinderküche inklusive verschiedener Utensilien, Puppen und verschiedenen Figuren aus. Durch die verschiedenen Funktions- bzw. Spielbereiche ist es uns möglich, flexibel und vielfältig auf die unterschiedlichen Interessen der einzelnen Kinder einzugehen. Des Weiteren stehen den Kindern verschiedene Tischspiele sowie anregungsreiches Material zum Forschen und Experimentieren zur Verfügung. Neben den jeweiligen Gruppenräumen befinden sich ein Wasch- und Wickelraum, sowie eine Personaltoilette. An die Nestgruppe angrenzend be-finden sich zudem ein Schlafraum und das Büro der Leitung, welches zum jetzigen Zeit-punkt auch als Personalraum für die Mitarbeiter genutzt wird. Außerdem gehört ein großes eingezäuntes Außengelände mit Spielplatz zur Kindertagestätte. Eine Spielfläche bietet den Kindern ausreichend Platz zum Fahren mit unseren unterschiedlichen Fahrzeugen.

Zudem steht den Kindern unsere an der Spielfläche angrenzende Wiesenfläche zum Toben, Buddeln und Experimentieren bei frischer Luft zur Verfügung. Dort befindet sich auch unser Klettergerüst mit verschiedenen Aufgängen inklusive Wackelbrücke und Rutsche.

Unser Außengelände verfügt über einen Sandkasten mit Matschküche und verschiedenen Schaukeln für Groß und Klein. Darüber hinaus stehen den Kindern Sitzmöglichkeiten zum Ausruhen und Verweilen zur Verfügung. Zum hautnahen Erleben der Natur befinden sich zudem ein Insektenhotel, das zum naturwissenschaftlichen Beobachten einlädt, und ein Hochbeet, welches gemeinsam mit den Kindern bepflanzt wird, auf dem Außengelände.

6.2     Essen

Frühstück: 

In unserer Einrichtung gibt es ein offenes Frühstück. Hierzu bieten wir den Kindern ein Zeitfenster, innerhalb dessen gefrühstückt werden kann. Ein offenes Frühstück ermöglicht den Kindern selbst zu entscheiden, wie und wann sie frühstücken wollen; also ob gleich, später, öfters oder nicht oder noch einmal. Sie entscheiden mit wem; ob alleine oder mit Freunden, wie viel sie frühstücken wollen und wie lange. Es ermöglicht uns, besser auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder einzugehen und fördert gleichzeitig die Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Kinder. Zudem bekommen die Kinder die Möglichkeit ihrer eigenen Intuition zu folgen und sich für ihre Bedürfnisse zu sensibilisieren. Damit wer-den die Kinder auch aktiv in den pädagogischen Alltag eingebunden. Zudem gibt es einmal im Monat ein von der Einrichtung organisiertes gemeinsames Frühstück.

Mittagessen und Snack: 

In unserer Einrichtung wird großen Wert auf eine gesunde, regionale und ausgewogene Ernährung gelegt. Unsere Hauswirtschaftskräfte bereiten täglich frische Gerichte zu und achten dabei insbesondere darauf, saisonale und regionale Produkte zu verwenden. Ein durchdachter wöchentlicher Essensplan sorgt hierbei für Abwechslung. Bei der Anfertigung dieses Essensplans richten sich unsere Haushaltskräfte nach ernährungswissenschaftlichen Vorgaben und Richtlinien, sowie nach den Wünschen und Anregungen der Kinder (Kinderkonferenz). Allergien und Unverträglichkeiten der Kinder gegen-über Nahrungsmitteln werden bei der Gestaltung des Essensangebots berücksichtigt und durch gut verträgliche Alternativen ersetzt. Des Weiteren bieten wir den Kindern täglich einen Snack am Nachmittag an. Diesen Snack bereiten unsere Hauswirtschaftskräftegemein-sam mit den Kindern vor. Darüber hinaus führen unsere Hauswirtschaftskräfte gemeinsam hauswirtschaftliche Angebote mit den Kindern durch. Hierbei lernen die Kinder verschiedene gesunde Lebensmittel und insbesondere den sorgsamen Umgang mit Besteck und Geschirr kennen. In einem separaten Essensraum (Bistro) findet das Mittagessen in einer angenehmen Atmosphäre an kleinen Tischgruppen statt. Dabei ist es uns wichtig, dass den Kindern Normen, Werte und Regeln beim gemeinsamen Mittagessen vermittelt werden. Getränke wie Sprudel, Wasser und Tee stehen den Kindern jederzeit frei zur Verfügung.

6.3      Gruppen

In unserer Kindertagesstätte gibt es zwei Gruppen: Die Spatzengruppe im Obergeschoss und die Adlergruppe im Untergeschoss. Unsere Spatzengruppe ist eine Nestgruppe mit maximal 12 Kindern im Alter von O bis 3 Jahren. Unsere Adlergruppe ist eine Regelgruppe mit maximal 18 Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren.

6.4      Exemplarischer Tagesablauf

Unsere Kindertagesstätte ist von Montag bis Freitag von 7:30 bis 16:30 Uhr geöffnet.

 

 

Wann?

 

Was?

 

Wo?

7:30

9:00

Ankommen der Kinder (Frühdienst) Freispielzeit

Adlergruppe

7:30

10:00

Offenes Frühstück

Bistro/ Spatzengruppe

ca. 8:45

11:15

Nest - und Regelgruppenzeit, d.h. es findet eine Gruppenaufteilung statt Freispielphase: Projekte, Aktionen, Sprachförderung etc.

Gruppenräume/ Turn-halle

11:15

11:45

Gemeinsames Aufräumen, Morgenkreis, Hände waschen, Ritual vor dem gemeinsamen Mittagessen

(Unter Wahrung der Kinderrechte und im Rahmen der Partizipation sind die Morgenkreise freiwillig)

Gruppenräume

11:45

12:10

Gemeinsames Mittagessen

Bistro/ Spatzengruppe

12:10

14:00

Mittagsruhe/ Nest - und Regelgruppenzeit

(Unter Wahrung der Kinderrechte und im Rahmen der Partizipation ist die Mittagsruhe freiwillig)

Schlaf -/ Gruppen-räume

14:00

16:30

Freispielphase drinnen oder draußen

Gruppenräume/ Turn-halle/ Außengelände

ca.14:00

 

Snack

Bistro/ Spatzengruppe

16:30

 

Abholung der Kinder (Spätdienst)

Adlergruppe

 

6.5      Personalisierung

Die Personalausstattung der Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz regelt § 21 des Landesgesetzes über die Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege (KiTaG).

6.6     Team und Zusammenarbeit der pädagogischen Fachkräfte

Zurzeit betreuen eine Standortleitung, sowie acht pädagogische Fach- und Unterstützungskräfte die Kinder und begleiten und fördern sie in ihrer Entwicklung. Des Weiteren arbeiten in unserer Einrichtung zwei Hauswirtschaftskräfte und eine Reinigungskraft. Um eine funktionierende interne Kommunikation zu gewährleisten finden wöchentlich Teamsitzungen (Gesamt- und Gruppenteam) statt. Die Teamsitzungen dienen dazu, Informationen auszutauschen, organisatorische Fragen zu klären und unsere pädagogische Arbeit zu reflektieren. Innerhalb unseres Teams pflegen wir einen respektvollen und wertschätzenden Um-gang, welcher von gemeinsamer Unterstützung und der Bereitschaft zur konstruktiven Diskussion geprägt ist. Entscheidungen werden grundsätzlich gemeinsam getroffen und an-schließend von allen Team-Mitgliedern gleichermaßen getragen.

6.7     Fortbildungen/Teamtage

Jedes Jahr stehen dem Fachpersonal der Kindertagesstätte Fort- und Weiterbildungstage zur Verfügung. Durch diese qualifizieren sich die pädagogischen Fachkräfte in verschiedenen Bereichen, wodurch eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Einrichtung gewährleistet wird. Zudem stehen dem pädagogischen Fachpersonal zweimal jährlich ein ganzer Tag zur Verfügung, um gemeinsam an pädagogischen Themen zu arbeiten und die Konzeption kontinuierlich weiterzuentwickeln.

6.8     Ausbildungsort

Die Kindertagesstätte ist nicht nur Lernort für die Kinder, sondern auch Lernort für zukünftige pädagogische Fachkräfte, Berufspraktikanten, FSJler und anderen Praktikanten. In der gesamten Lernzeit in der Kindertagesstätte steht der angehenden pädagogischen Fachkraft eine Praxisanleitung zur Seite. Aufgabe der Praxisanleitung ist es, die angehende pädagogische Fachkraft beim Transfer der Theorie zur Praxis zu begleiten, zu unterstützen und zu motivieren. Zudem soll die Anleitung zur Selbstständigkeit bzw. Eigenständigkeit anregen und gleichzeitig Orientierung und Sicherheit bieten. Des Weiteren findet während dieser Zeit ein enger Austausch in Form von regelmäßigen Planungs-, Zielvereinbarungs- und Reflexionsgesprächen mit der angehenden Fachkraft statt. Außerdem steht die Praxisanleitung in ständigem Austausch mit der Schule der angehenden Fachkraft.

6.9     Beiträge

Elternbeiträge:

Für Kinder ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr ist der Besuch einer Kindertagesstätte in Rheinland-Pfalz beitragsfrei. Für Kinder unter zwei Jahren ist ein vom Einkommen abhängig gestaffelter Elternbeitrag zu zahlen, der vom Kreisjugendamt Trier- Saarburg festgelegt wird. Bei Nachfragen hierzu können Sie sich an das Kreisjugendamt wen-den.

Elternbeiträge für das Essen:

Die Elternbeiträge für das Essen in unserer Kindertagesstätte werden pauschal abgebucht. Die Höhe dieser Beiträge können Sie in Ihrem Vertrag nachlesen.

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7 Unsere Bewältigung und Gestaltung von Übergängen

Übergänge von Kindern werden Transitionen genannt. Es gibt große und kleine Transitionen. Ein großer Übergang ist der vom Elternhaus in die Kita. Damit dieser positiv verläuft müssen Eltern und Fachkräfte zusammenarbeiten.

7.1 Eingewöhnung in den Nestbereich

Der Start in der Kita ist für Kinder und ihre Eltern ein großer Schritt. Die noch kleinen Kinder müssen die Trennung zu ihren wichtigsten Bezugspersonen verkraften und neue stabile Beziehungen zu den anfangs noch unbekannten Fachkräften in der Einrichtung knüpfen. Aber auch die Eltern müssen die richtige Balance zwischen Loslassen, Vertrauen und Schützen bzw. Behüten finden. Wir gewöhnen die Kinder in Anlehnung an das Berliner Eingewöhnungsmodell ein, das sich in fünf Abschnitte gliedert:

  1. Das Erstgespräch
  2. Die Grundphase
  3. Die ersten Trennungsversuche
  4. Die Stabilisierungsphase
  5. Die Schlussphase

 

Im Folgenden wird Ihnen nun unsere Art der Eingewöhnung genauer erläutert: 

In einem Aufnahmegespräch, welches meist der erste Kontakt zwischen Eltern und Fachkräften ist, wird die Eingewöhnung besprochen. Hierbei werden vor allem wichtige Fragen zum Kind und seinen Bedürfnissen besprochen und notiert. Das Kind und die Familie stehen dabei stets im Mittelpunkt. Zudem wird der genaue Zeitpunkt der Eingewöhnung festgelegt.

Am ersten Tag der Eingewöhnung kommt eine Bezugsperson, meist Mutter oder Vater, mit dem Kind in die Kindertagesstätte und verweilt dort ca. für eine Stunde. Die Bezugsperson ist der sichere Hafen für das Kind und soll sich den anderen Kindern eher passiv gegenüber verhalten. Seine Aufmerksamkeit liegt nur auf dem eigenen Kind. Die Fachkraft versucht, Kontakt zu dem Kind aufzubauen und bietet kleine Spielangebote an. Diese erste Annäherung dauert ca. drei Tage.

Nun kommt es zur ersten Trennung des Kindes von der Bezugsperson. Die Bezugsperson kommt mit dem Kind in die Kindertagesstätte und bleibt zunächst als sicherer Hafen im Raum. Wenn das Kind mit der Fachkraft oder den Kindern agiert, verabschiedet sich die Bezugsperson dann vom Kind und verlässt für kurze Zeit (in Absprache mit der Fachkraft) den Raum. Spielt das Kind weiter oder lässt sich von der Fachkraft trösten bzw. ablenken, so bleibt die Bezugsperson die verabredete Zeit außerhalb des Raumes. Wenn die Bezugsperson wieder zurück in den Raum kommt, ist die Zeit in der Kita für den Tag beendet. So lernt das Kind: "Wenn die Bezugsperson kommt, ist die Kita-Zeit beendet". Weint das Kind hingegen und lässt sich nicht beruhigen, so wird die Bezugsperson bereits früher, vor Ablauf der verabredeten Zeit, zurück in den Raum gerufen und verbringt nochmals gemeinsam Zeit mit dem Kind in dem Raum. Eine Trennung wird dann zu einem späteren Zeitpunkt nochmals probiert.

Wenn eine Trennung von der Bezugsperson positiv verlaufen ist, wird die Zeit, in der das Kind alleine in der Kita bleibt, verlängert, d.h. die Zeit, in der die Bezugsperson gemeinsam mit dem Kind im Raum ist, wird verkürzt und die Zeit des Kindes in der Kita wird schrittweise verlängert. Je nach Kind und je nach dem, wie lange das Kind alleine ohne Bezugsperson Zeit in der Kita verbringen kann, ist es der Bezugsperson möglich, die Kita zu verlassen. Die Bezugsperson sollte dennoch jederzeit für die Fachkraft erreichbar sein.

Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, wenn das Kind sich von der Fachkraft trösten lässt und in guter Stimmung spielt. Der Fokus bei der Eingewöhnung liegt immer beim Kind, des-halb können die verschiedenen Abschnitte der Eingewöhnung auch individuell nach Absprache zwischen Eltern und Fachkräften ausgedehnt oder verkürzt werden.

7.2      Übergang aus dem Nestbereich in den Regelbereich/ Gruppenwechsel

Ein weiterer Übergang in der Kita-Zeit ist der Wechsel aus dem Nest- in den Regelbereich. Vor dem Wechsel sprechen wir den Ablauf und unser gemeinsames Vorgehen mit den Eltern ab. Hierzu haben wir einen Umgewöhnungsflyer erstellt. Dadurch, dass wir gemeinsame Früh- bzw. Spätdienste haben, kennen die jüngeren Kinder schon die Räumlichkeiten mit Spielbereichen und das Fachpersonal aus dem Regelbereich. Um den Zeitraum des Wechsels werden die „Besuche" bei den Adlern ausgedehnt und vom Fachpersonal aktiv begleitet.

Am Tag des Wechsels steht das "Wechselkind" im Mittelpunkt. Es darf sich im Morgenkreis ein letztes Mal seine Lieblingsspiele und -lieder wünschen. Nach dem Spielen packt das Kind „seinen" Koffer, d.h. den Portfolioordner und seine persönlichen Dinge, wie Schuhe, Wechselkleidung usw. werden eingepackt. Nun sagen die U3-Kinder dem „Wechselkind" Tschüss und verabschieden sich von ihm. Von einer Fachkraft begleitet wird das Kind nun die Treppe hinunter zu den Adlern gebracht. Diese stehen hinter der Eingangstür und begrüßen das Kind. Es wird von den Fachkräften in Empfang genommen und sie zeigen ihm den Platz für seine Sachen. Ab jetzt ist das Kind ein Adler.

7.3     Übergangsgestaltung zwischen Kita und Grundschule

Ein weiterer bedeutsamer Übergang im Leben der Kinder ist der Übergang von der Kindertagesstätte zur Grundschule. Die Kinder werden in der gesamten Zeit in der Kindertagesstätte auf den Übergang in die Schule vorbereitet. Mit Beginn des letzten Kita-Jahres wird diese Vorbereitung mithilfe von verschiedenen Projektreihen nochmals intensiviert. Zudem kommt es gleichzeitig innerhalb der Adlergruppe zu einem weiteren kleinen Übergang. Die ältesten Adler werden zu ABC-Löwen. Die Namensänderung soll den Kindern dabei helfen, sich nochmals besser gemeinsam als Vorschulkinder zu identifizieren und auf eine gemein-same Zugehörigkeit aufmerksam machen. Bei der Festlegung der Projekte wird sich an den Wünschen, Bedürfnissen und Interessen der Kinder orientiert. Im Zuge dessen werden im Rahmen einer Kinderkonferenz Ideen und Vorschläge der Kinder gesammelt und es kommt zum gemeinsamen Austausch. Hierbei stellt die pädagogische Fachkraft sicher, dass jedes Kind die Möglichkeit bekommt zu Wort zu kommen und von allen Beteiligten angehört wird. In Folge dessen wird über die Vorschläge der Kinder demokratisch abgestimmt und letztlich eine gemeinsame Entscheidung getroffen. Die Kinder können somit selbst- bzw. darüber mitbestimmen, wie sie ihr letztes Kita-Jahr gestalten wollen. Die Ergebnisse der Kinderkonferenzabstimmungen werden schließlich im Flur der Kindertagesstätte ausgehangen, so-dass die Entscheidungen auch für die Eltern der Kindertagesstätten nachvollziehbar sind. Schließlich kommen alle Unterlagen, die von den Kindern während der Projektreihe angefertigt werden, gesammelt in einen Schnellhefter, welchen die Kinder am Ende des Kita-Jahres mit nach Hause nehmen dürfen. Darüber hinaus besteht eine Kooperation zwischen der Kindertagesstätte Tabaluga und der Grundschule Klüsserath. Um den Übergang zur Grundschule für die Kinder zu erleichtern, finden im Voraus Besuche unter den Einrichtungen der jeweiligen Vorschulkinder statt. Die Kinder lernen so ihre zukünftigen Klassenkameraden, sowie die Lehrkräfte und das Schulgebäude kennen.

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8 Erziehungs - und Bildungspartnerschaft mit den Eltern

8.1 Ziel

Unser Ziel ist eine gelungene Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Eltern und Kindertagesstätte zu schaffen. Um dies zu gewährleisten ist ein kontinuierlicher Dialog zwischen Eltern und Fachkräften maßgebend. Dieser Dialog erfolgt in unserer Kindertagesstätte in verschiedenen Formen der Elternarbeit.

8.2 Formen der Elternarbeit

Betreuungsvertrag: 

Der Betreuungsvertrag bildet die Grundlage für unsere Erziehungs - und Bildungspartnerschaft mit den Eltern und wird mit einer gegenseitigen Unterschrift geschlossen.

Aufnahmegespräch

Das Aufnahmegespräch ist meist der erste Kontakt zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften. In diesem Gespräch wird über die Eingewöhnung, wich-tige Informationen zum Kind und dessen Bedürfnissen, sowie der Familie gesprochen. Des Weiteren bekommen die Eltern wichtige Informationen zum pädagogischen Konzept und dem Tagesablauf erläutert, zu welchem sie jederzeit Fragen stellen dürfen.

Eingewöhnung: 

Während der Eingewöhnung wird das Kind von einem Elternteil begleitet. Hierbei stellt die Bezugsperson den sicheren Hafen für das Kind da. Die pädagogische Fachkraft ist in dieser besonderen Zeit für die Eltern und das zu eingewöhnende Kind da und begleitet sie in diesem Prozess. Jeden Tag wird kurz reflektiert, wie die Eingewöhnung gelaufen ist und wie das weitere Vorgehen aussieht. Die Eingewöhnung wird am Ende in einem gemeinsamen 6-Wochen Gespräch abgeschlossen und nochmals reflektiert.

Tür- und Angelgespräche: 

Tür- und Angelgespräche sind ein pädagogisches Instrument der gemeinsamen Kommunikation, in welchen wichtige Informationen zu dem Kind und dessen Kitaalltag ausgetauscht werden.

Entwicklungsgespräche

Einmal im Jahr, in der Regel um den Geburtstag des Kindes herum, findet ein Entwicklungsgespräch mit den Eltern statt. Ziel eines Entwicklungsgespräches ist es, dass sich alle an der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft beteiligten Personen über die individuelle Entwicklung des Kindes, sowie dessen Stärken und Besonderheiten austauschen. Grundlage hierfür sind die Beobachtungen, welche die pädagogische Fachkraft im Kitaalltag gemacht hat, sowie die Bildungs- und Lerndokumentation, des Kin-des. Darüber hinaus wissen die Eltern, dass sie jederzeit mit Fragen, Ängsten, Problemen, Sorgen und Anregungen auf das pädagogische Fachpersonal zukommen können und diese sich Zeit für ein vertrauliches Gespräch nehmen.

Informationsaustausch

Neben den Entwicklungs- und Tür- und Angelgesprächen ist unsere Staylnformed-App ein digitales Medium, um die Eltern über wichtige Themen aus dem laufenden Kitaalltag zu informieren. Des Weiteren haben wir in unserem Eingangsbereich eine Infowand installiert, an welcher aktuelle Informationen zum Kitalltag, sowie zum Förderverein, Elternausschuss und Team, ausgehangen werden. Die Eltern können diese bei-den Informationsmedien wahrnehmen und nutzen.

Beschwerdemanagement:

Für Anliegen, Anregungen und Kritik haben wir in unserer Kindertagesstätte eine Feedback-Adresse eingerichtet:

kita-feedback@poelich.org. Diese wird sowohl von der Leitung, als auch vom Träger betreut, um ihre Fragen, Ideen, Lob und Kritik konstruktiv aufzunehmen.

8.3     Elternvollversammlung/ Elternausschusswahl/ Elternausschuss

Einmal im Jahr treffen sich die Eltern, die pädagogischen Fachkräfte, sowie der Träger zu einer Elternvollversammlung. In dieser Versammlung wird über die qualitative Weiterentwicklung der Kindertagesstätte, sowie wichtige Themen bzw. Angelegenheiten informiert. Des Weiteren wird an diesem Abend ein neuer Elternausschuss von den Eltern gewählt. Der Elternausschuss ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Eltern und Kindertagesstätte. Die Aufgaben und Rechte des Elternausschusses sind gesetzlich {§9, §10 und §12 KiTaG) geregelt. Er befasst sich zum Beispiel mit Problemen, die von Eltern an ihn herangetragen werden und wirkt bei allen Angelegenheiten, die für die Kindertagesstätte von Bedeutung sind, beratend mit.

8.4     Kita - Beirat

Das Gremium des Kita-Beirats setzt sich aus zwei Mitgliedern des Elternausschusses, dem Träger, der Kitaleitung, zwei pädagogischen Fachkräften und einer pädagogischen Fach-kraft zusammen, welche die Kinderperspektive beratend einbringt. Der Kita-Beirat beschließt Empfehlungen unter Berücksichtigung der im pädagogischen Alltag gewonnenen Perspektive der Kinder in grundsätzlichen Angelegenheiten, die die strukturellen Grundlagen der Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsarbeit einer Tageseinrichtung betreffen.

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9 Unsere Kooperationspartner

Die systematische Vernetzung aller Angebote und Professionen ist äußerst wichtig, um um-fassende, effektive und bedarfsangemessene Präventions- und Interventionsmaßnahmen für Kinder und deren Familien bieten zu können, sowie bestehende Gefährdungen frühzeitig zu erkennen.

Deshalb stehen wir im ständigen Kontakt mit anderen Institutionen und Organisationen: 

  • Verbandsgemeindeverwaltung Schweich
  • Kreisverwaltung Trier-Saarburg, insbesondere Kreisjugendamt und Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (Landesjugendamt)
  • andere Kindertageseinrichtungen im Landkreis Trier-Saarburg
  • Fachdienste wie Logotherapie, Ergotherapie und Heilpädagogik
  • Frühförderzentren
  • Grundschulen

 

Neben diesen Institutionen und Organisationen haben wir weitere Kooperationen mit unserem Förderverein und der Seniorenresidenz St. Andreas.


9.1 Förderverein

Der Förderverein Kindergarten Tabaluga e.V. wurde im Jahr 2005 aus einer Elterninitiative heraus als gemeinnütziger Verein gegründet, um die Kindertagesstätte Tabaluga in Pölich zu unterstützen und die pädagogische Arbeit mit finanziellen Mitteln zu fördern. Dies erfolgt beispielsweise durch Mithilfe bei der Beschaffung von Spielmaterial, Lehrmitteln und Sportgeräten. Darüber hinaus veranstaltet der Förderverein regelmäßig die Spieleaktion zusammen mit dem Spielemobil Konz am Sportplatz und organisiert den St.-Martinsumzug in Pölich. Spezifische Informationen zum Förderverein finden Sie in der Satzung des Fördervereins bei uns in der Kindertagesstätte.

9.2 Seniorenresidenz St. Andreas

Wir als Kita arbeiten eng mit der Seniorenresidenz St. Andreas in Pölich zusammen, welche nur wenige Schritte von unserer Einrichtung entfernt liegt. St. Andreas bietet den Senioreninnen und Senioren ein Zuhause in einer modernen und doch familiären Umgebung.

Beide Einrichtungen pflegen eine jahrelange Kooperation, welche sich durch Besuche in der Seniorenresidenz und Post (Bilder) der Kinder für die Demenzstation auszeichnet. Bei den Besuchen unserer drei bis sechs Jahren alten Kinder in der Seniorenresidenz haben sowohl die Senioreninnen und Senioren, als auch die Kinder die Möglichkeit, bei gemeinsamen Aktionen, wie Bastelangeboten und Singkreisen, in Kontakt zu treten. Hierbei lernen sie gegenseitig voneinander. Zudem gestalten die Kinder unserer Einrichtung regel-mäßig kunterbunte Bilder für den Briefkasten der Demenzstation. Die Bewohner der Demenzstation können sich dann aus diesem Briefkasten die liebevoll gestalteten Bilder der Kinder herausnehmen und diese beispielsweise in ihren Zimmern aufhängen. Durch diese vielleicht klein wirkende Geste zaubern die Kinder den Bewohnern ein Lächeln aufs Gesicht. Es ist also eine Kooperation, die für alle Altersgruppen - ob jung oder alt - eine Bereicherung bietet.